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Konzert mit Ehrengästen aus Japan

Aus der Südwest-Presse:

Zehn Jahre Jungbläservereinigung Aufheim-Gerlenhofen-Illerzell

Grund zur Freude hatte am Sonntag die Jungbläservereinigung Aufheim-Gerlenhofen-Illerzell. Zusammen mit den Ulmer Spatzen und dem Mihara Symphonic Wind Ensemble aus Japan feierte sie im Bürgerhaus Senden ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Konzert.

Gegründet wurde die Jungbläservereinigung 1992 mit dem Ziel, für die Dorfmusikanten Aufheim, die Musikkapelle Gerlenhofen und die Trachtenkapelle Illerzell den musikalischen Nachwuchs heranzuziehen. Inzwischen ist sie zu einer eigenen Größe geworden. Das Ensemble mit seinen rund 60 10- bis 20-jährigen Mitgliedern ist bei Wertungsspielen und Wettkämpfen ein gefürchteter Gegner; zu den größten Erfolgen zählt ein erster Platz im spanischen Callela, wo die Aufheimer, Gerlenhofener und Illerzeller Jungbläser 1998 die Silberne Palme gewannen, und ein erster Platz 1999 im Internationalen Wettbewerb Saxionade im Chemnitzer Land. Die Musiker haben mehrere Auslandstourneen hinter sich und eine CD aufgenommen. Am Sonntag feierten sie im Sendener Bürgerhaus ihr zehnjähriges Bestehen. Als Gäste hatte der Verein den Kinder- und Jugendchor der Ulmer Spatzen und das Mihara Symphonic Wind Ensemble aus Japan eingeladen. Die Jungbläservereinigung hatte das japanische Blasorchester 2001 zu dessen dreißigjährigem Bestehen besucht. Jetzt revanchierten sich die Japaner mit einem Gegenbesuch. Auf dem Konzertprogramm der Jungbläservereinigung standen unter anderem Johann Sebastian Bach und Jakob de Haan. Besonderen Beifall ernteten die Solisten Lena Richter (Piccolo) und Toshihiko Genda (Tuba) in "Elefant und Mücke" von Henry Kling/Norbert Studnitzky. Eine große Zahl ehemaliger Mitglieder des Ensembles ließ sich die Gelegenheit zum Gratulieren und Mitmusizieren nicht nehmen und schloss sich den Jungbläsern beim schwungvoll vorgetragenen Innuendo von Queen/Rieks van der Velde an. Die 17 Gäste aus Mihara überzeugten mit japanischen Stücken, unter anderem einem Medley japanischer Volkslieder. Für Stimmung sorgte der Dirigent Yoshito Hiraki, der das Publikum bei Edwin Franko Golmans "On the Mall" zum Mitklatschen, -singen und -pfeifen anregte. Die Ulmer Spatzen präsentierten sich unter der Leitung von Hans de Gilde in gewohnter Hochform, unter anderem mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Leonard Bernstein. Zusammen mit den beiden Blasorchestern gab der Chor letztendlich noch John Williams "Dry your tears Africa". Das Jubiläum bot Anlass für Rückschau, Anerkennung und Ehrungen. Der Zweite Vorsitzende des Vereins, Volker Blässing, der Sendener Bürgermeister Kurt Baiker und Anton Menth, der Zweite Vorsitzende der Dorfmusikanten Aufheim, lobten die bisherigen Erfolge des Bläsertrupps, die zahlreichen Auszeichnungen und den mit Eifer betriebenen Kulturaustausch mit Japan. Dieser ist vor allem Manfred Richters Kollegen Satofumi Sugimoto vom Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm zu verdanken. Der stellt unermüdlich Kontakte zu japanischen Orchestern her, sodass die jungen Musiker schon mehrmals die Gelegenheit zu längeren Konzerttourneen hatten und wertvolle Erfahrungen und Eindrücke sammeln konnten. "Das macht ihnen und mir unheimlich Spaß," sagt Manfred Richter. "Es ist toll, so eine völlig fremde Kultur zu erleben. Besonders die grenzenlose Gastfreundschaft ist eine irre Erfahrung."
Ehrung für den Dirigenten
Manfred Richter wurde am Sonntag in Senden eine besondere Ehre zuteil. Senta Theobald, Vize-Präsidentin des Allgäu Schwäbischen Musikbundes, verlieh ihm eine Ehrennadel zur Anerkennung seiner unermüdlichen Arbeit. Ebenfalls eine Ehrung erhielten fünf der jungen Musikanten, die seit der Gründung der Jungbläservereinigung mit von der Partie sind.